Imkerei - Gesundes aus der Bienenwelt

Propolis

Entstehung von Propolis (auch Kittharz genannt):

Das Kittharz ist ein gummiartiges, harziges und klebriges Material, welches die Bienen von verschiedenen harzspendenen Knospen und Baumrinden wie Pappeln, Kastanien und Fichten einsammeln. Im Bienenstock wird das Kittharz mit Wachs und Pollen vermengt und mit Speichel geschmeidig gemacht.

Verwendung durch die Bienen:

Honigbienen nutzen das Kittharz zum Abdichten ihrer Behausung gegen Zugluft, Feuchtigkeit und Mikroben.  Am Eingang des Bienenstocks dient Propolis als desinfizierender Fußabstreifer  [hier kommt vermutlich auch der Name Propolis her. Propolis kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „pro“ (vor) der „polis“ (Stadt)]. Propolis dient aber auch als natürliches Antibiotikum und schützt so die Bienen vor Infektionen. Bevor ein Ei in die Zelle gelegt wird, überziehen die Bienen den Boden mit einer mikroskopisch kleinen Schicht Propolis. Größere Eindringlinge (Schlangen, Mäuse), die die Bienen nach dem Totstechen nicht aus dem Stock nach draußen bringen können, werden mit Propolis überzogen oder „mumifiziert“. Die Tiere verwesen dann nicht und es gehen keine Gefahren durch Verwesungsgifte aus.

Inhaltsstoffe:

Propolis besteht in etwa zur Hälfte aus Harz und Balsam, der Wachsanteil beträgt 7,5-35%. Außerdem sind noch zu 18-34% weitere Bestandteile wie ätherische Öle und Pollen enthalten. Es enthält vor allem Vitamine der B-Gruppe, aber auch Vitamin C, E und Biotin sowie essentielle Aminosäuren und Enzyme. Propolis ist reich an Spurenelementen und Mineralstoffen (z.B. Kupfer, Eisen, Zink, Chrom, Mangan, Silizium und Vanadium).  Die hohe antibiotische Wirksamkeit wird auch u.a. auf den hohen Gehalt an Bioflavonoiden (Vitamin P) zurückgeführt.  

Wirkungsweisen:

-          entzündungshemmend, schmerzlindernd und Immunsystem stärkend (durch Vitamin P)

-          bekämpft freie Radikale

-          beschleunigt Wundheilung

-          bindet giftige Schwermetalle

-          Stärkung der Blutgefäße und Zellmembranen

-          Verringerung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie

-          wirkt Ausbreitung von Tumorzellen entgegen

-          wirkt gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Parodontose, lockere Zähne etc.)

-          wirkt antidepressiv, antiviral, desinfizierend, krampflösend, entspannend….

Anwendungsgebiete:

-          Zahnheilkunde

-          Hauterkrankungen

-          gynäkologische Erkrankungen

-          Störungen des Magen- Darmtraktes

-          Atemwegserkrankungen

 Quellen: „Sanft heilen mit Bienenprodukten“ Dr. med. Stefan Stangaciu und Elfi Hartenstein 

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